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Landau.
Emotionen pur gab es beim Tanzabend der Jugendkulturtage am Samstagabend in
der vollbesetzten Stadthalle. Schließlich war für jeden Geschmack etwas
geboten. Von Rock‘n’Roll, Ballett bis hin zu Hip-Hop, Musik und Gesang war
alles geboten, was das Zuschauerherz begehrt. Eine Veranstaltung für die
Ohren, das Auge und vor allem für die Seele, denn was die Jugendlichen auf
die Bühne zauberten, sorgte für ein Wechselbad der Gefühle. Es wurde
melancholisch und temperamentvoll, lustig und ernst und es hatten alle etwas
davon: Das Publikum von den teilweise fast professionell choreographierten
Einlagen, vor allem aber die Aktiven, deren Freude an der Bewegung deutlich
anzusehen war.
Begeistert waren auch Johannes Paintl, Vorsitzender der
Josef-Stanglmeier-Stiftung, sowie seine Frau. „Super“ attestierten die
beiden mehrmals den Protagonisten für ihr Können und überzeugten sich selbst
davon, dass die 18 000 Euro, mit der die Stiftung die Jugendkulturtage
unterstützt, nicht besser hätten angelegt werden können. Organisiert hat den
Abend die Rocking Dance Company. Für die Moderation sorgte Gerhard
Schmeißer: „Einige der Aktiven sind heute erstmals auf der Bühne, andere
sind schon fast Profis. Es ist schon etwas besonderes, wenn man sich auf die
Bühne traut. Und das sind heuer besonders viele. 1820 junge Leute sorgen für
einen Teilnehmerrekord“, freute sich Schmeißer.
Begonnen wurde der Tanzabend musikalisch und zwar mit dem Duett Lorena
Mundigl (Klavier und Gesang) sowie Patrick Pawlak (Gitarre). Sie sorgten mit
dem Titel „Zombie“ von „The Cranberries“ für Gänsehautfeeling. Danach
machten die Kleinsten von den „Rocking Ghosts“ den Anfang eines rund
zweistündigen Tanzfeuerwerks. Der Nachwuchs hat in der vergangenen
Faschingssaison reichlich Erfahrungen gesammelt, die er bei ihrem Auftritt
in der Bergstadt souverän ausspielte.
Die Stimmung hätte von Anfang an nicht besser sein können. Es wurde
geklatscht, gejohlt und mit den Beinen aufgestampft. Einen tollen Auftritt
absolvierte die Showtanzgruppe „Tschakka“ aus Landau. Die acht Damen tanzten
zu einem Medley zu Christina Aguilera. Ihre Show war überaus
abwechslungsreich von akrobatischen Einlagen bis hin zu Ballett. Ein rundum
gelungener Auftritt also.
"Nur“ zu dritt waren die „Black Steps 1“. Doch das tat der Stimmung und vor
allem der Performance keinen Abbruch. Die drei Frauen zeigten gelungene
Special Effekts und bewiesen, dass weniger durchaus mehr sein kann. Danach
war ein Themenwechsel weg vom Showtanz, hin zum Hip Hop angesagt. Die
„Global Kittys“ zündeten ein Feuerwerk auf der Bühne und demonstrierten ihre
Körperbeherrschung. Wenn die Hüfte eine ganz andere Richtung einschlägt, als
den Oberkörper, dann schaut das besonders cool aus. Die Kids zeigten einen
Auftritt der süchtig nach mehr machte, dementsprechend frenetisch war der
Applaus der Zuschauer.
Und es blieb weiter kontrastreich mit einem getanzten
Frühlingsstimmen-Walzer, dargeboten von den Schülerinnen der Ballettklasse
der Ballettschule Bruckmeier. Etwas für die „Senioren“ gab es von den
„Rocking Heartbeats“ mit „Rock’n‘Roll“ zur Musik von der „Spider Murphy
Gang“. Viel zu schnell verging der erste Teil.
Nach der Pause hatten die „KGW Gruppe Mäuse“, die „Rocking Skylights“, die
zweite Gruppe der „Black Steps“, die „No Names“ sowie die „Irish Dance
Group“ ihren großen Auftritt. Die vorletzte Veranstaltung im Rahmen der
Jugendkulturtage war bestimmt einer der Höhepunkte in diesem Jahr. Der
Nachwuchs bereitete den Gästen einen äußerst unterhaltsamen Abend und bewies
einmal mehr, das die Jugend weit besser, engagierter und verlässlicher ist
als Unkenrufe verlauten lassen.
Von Helmut Schwarzmeier |