Pressespiegel    ISAR Wochenblatt vom 01.06.2005                                                          
Rocking Dance Company Dingolfing e.V. 
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Riesen Zoff beim TSC Dingolfing
Rock'n'Roller stinksauer: "Man will uns los werden"
 

Kein gemeinsamer Nenner: TSC Präsident Alois Labermeyer (re) und Gerd Handloicke von der Elterninitiative


Nach dem Zoff steht ein pikantes Angebot von TSC Präsident Labermeyer im Raum. Er will die Rock'n'Roller los werden. Unterbreitet der Elterninitiative ein schriftliches Angebot zur Unterstützung und Hilfe bei der Gründung eines neuen Vereins.


Der Ärger beim TSC Dingolfing geht in die nächste Runde. Ein Schlichtungstermin bei Bürgermeister Josef Pellkofer am Freitag dem 3. Juni 2005 wie auch eine Welle des Protests der Mitglieder der Rock'n'Roll Abteilung gegen die Kündigungen ihrer Trainer brachten keinen Erfolg. Alois  Labdermeyer und Franz Xaver Fuss, die den TSC Rot Weiß Casino Dingolfing bei den Schlichtungsverhandlungen vertreten, lehnen jeden Schlichtungsvorschlag konsequent ab. TSC Präsident Alois Labermeyer will den Rauswurf der Coaches nicht rückgängig machen. "Aus unserer Sicht sind die Entlassungen wasserdicht " so Labermeyer.


Und während eine Elterninitiative eben dies juristisch überprüfen lassen will, eskaliert die Situation beim TSC weiter. Nachdem der Rock'n'Roll-Nachwuchs bereits mehrmals das Training und die neuen Coaches in der Sporthalle Höll-Ost boykottiert hatte, wurden nun von Vereinsseite die Übungseinheiten für die Kinder ausgesetzt. Erst am 20.Juni, so Labermeyer zum Wochenblatt, soll das Training wieder aufgenommen werden. Ob sich dann noch Teilnehmer finden werden ist fraglich.
Schließlich steht inzwischen ein Angebot Labermeyers im Raum, das den Abschied eines Großteils der Abteilung zur Folge haben könnte. "Da die Kinder nicht mehr bei uns tanzen möchten, müssen sie das bei einem anderen Verein machen oder einen neuen Verein gründen. Wir wollen da Hilfestellung leisten. Will heißen: Verzicht auf Kündigungsfristen ect. Einen reibungslosen Ablauf will Labermeyer ermöglichen, doch für die Elterninitiative bringt genau dies das Fass zum Überlaufen. Sprecher Gerd Handloicke: "Man will uns los werden. Wir wollen beim TSC bleiben, aber jetzt hat man uns endgültig die Tür vor der Nase zugeschlagen."

Ein Massen-Exodus der Rock'n'Roller käme dem Präsidenten ganz recht, vermutet Handloicke. Schließlich könne man so elegant einer Sparte entledigen, die im letzten Jahr ca. 3500 Euro Minus machte. "Keineswegs", so Labermeyer, der die Abteilung seit März 2002 kommissarisch leitet. " Wir wollen, dass die Kinder schnellstmöglich wieder ihren Sport betreiben können. Auch, wenn uns das jetzt keiner glaubt."


© RDC Dingolfing, 10.12.2009